Fotoshooting – do it yourself: Vorbereitung für Portraitfotos

Fotoshooting – do it yourself: Vorbereitung für Portraitfotos

Portraits und Seiten-/Standbild

 

Allgemeine Vorbereitung

Ein “perfektes” Portrait ist schwieriger zu fotografieren als man denkt. Hier kommt es auf die Millisekunde an, in der man abdrückt (oder es verpasst) um einen ganz besonderen Ausdruck zu erwischen.
Außerdem könnten sich Pferde bei keinem anderem fotografischen Element so unterschiedlich verhalten, wie bei Portraits. Während die gelassenen Rassevertreter ganzen Fussballtrupp inklusive Stadion benötigen um auch nur einen Ansatz von Aufregung zu zeigen, flippen die nächsten beim leisesten “psspss” bereits aus. Es ist also als Fotograf nicht nur wichtig sich auf solche Situationen einzustellen (evtl. durch entsprechendes Equipment), sondern auch vorab mit dem Besitzer ein paar Worte über den Charakter des Pferdes zu wechseln.

Kleine nützliche Helfer für “Ohren-Aufsteller”:

Hält nur so lange, bis eine Bestätigung folgt:
– Bonbon-Dose mit 3-4 Bonbons darin, die man wahlweise schütteln oder einfach nur rasseln lassen kann
– Das Plastik einer Taschentuchpackung – Plastik-Geknistere lockt die meisten aus der Reserve
– eine dünne Plastiktüte – das Rascheln dient auch als Appetit-Anreger
– Schnipsen, Schnalzen, Fuchteln


Ein bisschen Schnipsen reicht bei Serpico bereits aus


Die Jugend lässt sich oft leichter beeindrucken als ältere Pferde

Hält nur so lange, wie der Vorrat reicht:
– Ein Eimer mit etwas Futter – da kann kein Haflinger widerstehen (und meistens auch nicht mehr stillhalten!!)
– Eine Karotte, die vor der Pferdenase gebrochen und gegessen wird


Nemo streckt sich nach einem Grasbüschel


Ansbach hat den Futtereimer fest im Blick

Hält nur so lange, bis das System durchschaut wurde:
– Eine Schampoo-Flasche (leer) – durch das Drücken auf der offenen Flasche entsteht ein Pfeifgeräusch
– Handy-Klingeltöne
– Pferdewiehern auf Tonband (oder eher als mp3) – vor allem bei Hengsten effektiv
– eine Runde laufen und gerade auf den Fotografen zu laufen – meist spannender als ewig auf der Stelle zu stehen


Der Weg ist das Ziel: In Bewegung spitzen die meisten Haflinger die Ohren

Hält nur so lange, wie man den Hengst halten kann:
– Eine Stute, die sich aufreizend hinter dem Fotografen positioniert (nichts für Anfänger! und nur zu Empfehlen wenn der Hengst ensprechend kontrollierbar ist)


Anthony kann der Stute nicht widerstehen und wirft sich in Pose

Für gelungene Fotos benötigt man mindestens zwei Personen – eine die das Pferd hält und eine die das Pferd anregt. Lässt sich das Pferd leicheter beeindrucken, kann man auf die zweite Person verzichten, allerdings muss der Fotograf oder der Haltende diese Rolle ersetzen – und darunter können die Bilder manchmal leiden..